©braviodellebotti.com

An die Fässer – Fertig – Los!

Genau erklären kann man es nicht, aber der Mensch schien schon immer von Gegenständen fasziniert zu sein die rollen – sei es das Rad oder nur ein herkömmlicher Ball. Aber haben Sie schon einmal gesehen wie jemand ein 80 Kilo schweres Fass durch die Stadt rollt?

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In Italien gibt es ein kleines verschlafenes Städtchen, das jeden letzten Sonntag im August in einen Ausnahmezustand gerät. Es nennt sich Montepulciano und liegt auf einem Hügel südöstlich von Siena. Die acht Bezirke der Kleinstadt treten jedes Jahrs aufs Neue in einem großen Wettbewerb namens „Bravio delle Botti“ gegeneinander an, wo die jeweils stärksten Männer ihr Holzfass zum Rollen bringen.

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Im Beschluss von Pfarrer Don Marcello del Balio in 1974, die ursprünglichen Pferderennen in einen Marathon mit Fässern zu ändern, fand der Brauch seinen Ursprung. Für jeden Stadtbezirk treten bei dem Wettbewerb zwei Läufer an, die auch „Drücker“ genannt werden. Gerollt wird um den Hauptpreis, ein verziertes handbemaltes Tuch auf dem ein Bild des Schutzheiligen der Stadt abgebildet ist.

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Die „Bravio delle Botti“ beginnt um ca. 10 Uhr morgens, wo die Startpositionen der Teams bekannt gegeben werden, anschließend findet um 12 Uhr eine kurze heilige Messe statt, in der der Bischof seinen Segen für die Bezirke gibt. Am Nachmittag marschieren Fahnenträger und Trommler, gekleidet in bunten historischen Kostümen, im Gleichschritt durch die Stadt, in der die Zuschauer schon ungeduldig dem Startschuss entgegen fiebern. Dieser wird jedes Jahr um genau 19 Uhr von dem Glockenturm des Rathauses eingeläutet und fällt traditionell am Rande der Stadt an der Löwenstatue dem „Colonna del Marzocco“; anschließend rollen die Läufer ihre schweren Fässer bis zur knapp 1.800 Meter entfernten Zielgeraden, dem „Piazza Grande“ bei der Kathedrale. Das Spektakel dauert rund 30 Minuten danach werden die Sieger gekürt und ausgelassen gefeiert.

By night

Nur einen Katzensprung entfernt befindet sich das Terme di Saturnia Spa & Golf Resort, wo es sich nach einem ereignisreichen Tag in der natürlichen Thermalquelle von Saturnia herrlich entspannen lässt. Die heilende Wirkung des Thermalwasser wurde schon von den Etruskern und Römern geschätzt. Den 2.000 Jahre alten römischen Stil der Bäder hat das Resort bis heute erhalten. Die stylische „Spring Bar“ am Pool mit kühlen Fruchtcocktails und leckeren Snacks sorgt für einen stimmungsvollen Ausklang.

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